08/26

Für viele ist der Herbst die schönste Zeit zum Wandern. Bunte Wälder, frische Luft und das beruhigende Gefühl von Veränderung sind einfach unvergleichlich. Aber der Herbst spielt nach seinen eigenen Regeln: Morgens frierst du beim Aufstieg, mittags schwitzt du am Gipfel, und der Regenschauer, der dich erwischt, stand garantiert nicht in der Vorhersage. Oberhalb von 1500 Metern liegt dann vielleicht auch schon Schnee – im Oktober keine Seltenheit. Das Gute? Mit der richtigen Ausrüstung ist das alles kein Problem. Wir erklären dir, was du im Herbst am besten zum Wandern anziehst, damit du deine Outdoor-Zeit voll und ganz geniessen kannst.
Was ein gutes Wanderoutfit im Herbst ausmacht, lässt sich auf ein paar Grundeigenschaften herunterbrechen. Bei der Auswahl der richtigen Wanderbekleidung solltest du zwischen September und November folgende Merkmale berücksichtigen:
Deine Kleidung sollte sich schnell an- und ausziehen lassen – so bleibst du unterwegs flexibel.
Sie muss feuchtigkeitsregulierend sein, damit deine Haut möglichst trocken bleibt.
Achte auf schnelltrocknende Materialien, denn durchnässte Kleidung lässt dich schnell auskühlen.
Komprimierbarkeit ist ein weiterer wichtiger Punkt – alles, was du gerade nicht brauchst, sollte problemlos in deinen Wanderrucksack passen.
Das sogenannte Zwiebelprinzip ist im Herbst das A und O. Statt einer einzigen dicken Jacke trägst du mehrere aufeinander abgestimmte Lagen, die du abhängig von Temperatur und Anstrengung kombinieren oder ablegen kannst. So funktioniert's:
Base Layer: Die unterste Schicht hat die zentrale Aufgabe, deine Haut trocken zu halten. Funktionsshirts aus Merinowolle sind eine ideale Wahl, da sie die Temperatur natürlich regulieren und auch nach schweisstreibenden Aufstiegen ein angenehmes Tragegefühl bieten. Bei Mammut findest du ausserdem Shirts aus dem einzigartigen Polartec® Power Dry™-Material, das besonders schnelltrocknend ist und somit für höchsten Komfort sorgt.
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Midlayer: Als Nächstes kommt eine wärmende Schicht. Besonders gut als Midlayer-Oberteil eignen sich Pullover oder Jacken aus Fleece – kuschelig warm und dennoch atmungsaktiv.
Isolationslayer: Ob du eine isolierende Schicht benötigen wirst, hängt stark von deiner Tour ab, zum Beispiel ob Abschnitte mit Schnee vorkommen. Grundsätzlich ist es aber sinnvoll, zumindest ein isolierendes Oberteil im Rucksack griffbereit zu haben, für den Fall, dass die Temperaturen überraschend fallen sollten. Ideal dafür sind unsere leichten DRY DOWN-Jacken , die auch bei Regen durch ihr wasserabweisendes Material punkten.
Shell: Der äusserste Layer schützt dich direkt vor den Elementen. Im Herbst ist eine wasserdichte Hardshelljacke also Pflicht. Am besten setzt du auf die bewährte GORE-TEX-Technologie, die dich auch bei einem plötzlichen Wetterumschwung vor Feuchtigkeit trocken hält. Preisgünstiger und genauso zuverlässig ist eine Jacke mit Mammuts eigener wasserdichter Hardshelltechnologie Mammut DRY, die in drei Stufen (Tour , Active , Expedition ) existiert und je nach Einsatzbereich die besten Vorteile bietet. Von Vorteil sind ausserdem Details wie eine gut sitzende Kapuze, versiegelte Nähte sowie Taschen, die beispielsweise dein Handy trocken halten.



Feuchtes Gras, nasse Blätter und gelegentliche Regenschauer sind bei einer Herbstwanderung keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, dass deine Wanderhose diesen Herausforderungen standhalten kann. Entscheidend sind daher Strapazierfähigkeit, ein atmungsaktives Material und eine wasserabweisende DWR-Beschichtung . Ebenso wichtig ist ein Stretchanteil, damit du dich auf dem Trail uneingeschränkt bewegen kannst. Wenn kühlere Temperaturen zu erwarten sind, greifst du einfach zu einer Fleece-gefütterten Variante oder trägst dünne Tights darunter. Im Frühherbst, wenn es gegen Mittag noch richtig warm werden kann, ist eine Zip-off-Hose eine praktische Option – mit einem Reissverschluss an den Knien lässt sie sich im Handumdrehen zu einer Short umfunktionieren.
Kaum ein Kleidungsstück hat im Herbst einen so grossen Einfluss auf Sicherheit und Komfort wie Wanderschuhe . Sobald die Temperaturen sinken und die Trails nass werden, zeigt sich schnell, ob dein Schuhwerk den Anforderungen gewachsen ist oder nicht. Bei der Schuhwahl steht und fällt die Zuverlässigkeit mit dem Material bzw. damit, ob das Modell wasserdicht ist. Outdoor-Enthusiast:innen entscheiden sich daher oft für Wanderschuhe mit GORE-TEX-Membran . Schliesslich sind nasse Füsse das Letzte, was du auf deiner Wanderung gebrauchen kannst.
Ebenso entscheidend ist eine griffige Sohle mit ausgeprägtem Profil, damit du auf feuchtem Untergrund nicht den Halt verlierst. Die Vibram-Sohlen , die in vielen Mammut-Modellen zum Einsatz kommen, setzen hier den Standard. Für Touren in anspruchsvollem Gelände empfiehlt sich ausserdem ein höherer Schaft. Er gibt dem Knöchel auf unebenem Terrain zusätzliche Stabilität und schützt vor Umknicken. Eventuell brauchst du dafür dann Bergschuhe .
Tipp: Wandersocken mit Merinowolle sind zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Achte aber darauf, dass du deine Wanderschuhe immer zusammen mit den passenden Socken anprobierst, damit beim Einlaufen später auch nichts drückt.
Mütze oder Stirnband : Im Herbst können die Temperaturen (z. B. auf dem Gipfel oder bei Wind) schnell fallen.
Handschuhe : Dünne Handschuhe brauchen kaum Platz, halten deine Finger aber angenehm warm.
Halstuch oder Schal : Vielseitig, leicht, unverzichtbar – auch als Notfall-Mütze.
Stirnlampe: Wer im Herbst wandert, sollte immer eine dabei haben – insbesondere, wenn die Tage schon sehr kurz sind.
Reflektoren: Auf belebteren Wegen, Forststrassen oder in Naherholungsgebieten bei Dämmerung sinnvoll (z. B. als Teil der Kleidung selbst, bspw. bei der Aenergy Trail Running Collection, oder als Anhänger am Rucksack).
Rucksack-Regenschutz: Schützt deinen Rucksackinhalt zusätzlich vor Feuchtigkeit und lässt sich kompakt verstauen.
Ein durchdachtes Outfit macht den Unterschied zwischen einer Wanderung, die man in Erinnerung behält, und einer, die man lieber vergessen würde. Mit flexiblen Kleidungsschichten, den richtigen Schuhen und ein paar sinnvollen Accessoires bist du im Herbst jedoch für alles gerüstet, was das Wetter bereithält.
Nach der Tour lohnt es sich übrigens, die Wanderschuhe richtig zu pflegen – wie das geht und worauf du dabei achten solltest, erfährst du in unserem Guide. Und wenn der Herbst in den Winter übergeht und die Temperaturen weiter sinken, zeigt dir unser Beitrag zur Winterwanderbekleidung , wie du auch in der kalten Jahreszeit optimal ausgerüstet bist. Und falls du noch unentschlossen bist, ob du mit oder ohne Stöcken wandern möchtest, haben wir auch das für dich unter die Lupe genommen.
Frage: Welche Jacke ist im Herbst die beste Wahl?
Antwort: Die Kombination aus Hardshelljacke und Midlayer ist im Herbst am flexibelsten. Die Hardshelljacke schützt vor Regen und Wind, der Midlayer liefert die nötige Wärme. Je nach Temperatur und Aktivität kannst du die Lagen beliebig kombinieren oder ablegen.
Frage: Sind Gamaschen im Herbst sinnvoll?
Antwort: Ja, vor allem auf nassen, schlammigen oder schneebedeckten Trails.
Frage: Ab welcher Temperatur brauche ich eine Isolationsschicht?
Antwort: Als Faustregel gilt: Unter 10 °C oder bei Rastpausen sollte ein Fleece oder eine Isolationsjacke griffbereit sein. In höheren Lagen können die Temperaturen auch an sonnigen Herbsttagen schnell fallen – lieber eine Lage zu viel einpacken als eine zu wenig.
Frage: Was ziehe ich an, wenn eine Herbstwanderung auch durch Schnee führt?
Antwort: Bei der Kleidung empfehlen sich ein wärmendes Merino-Baselayer, eine Daunenjacke als Isolationsschicht und eine winddichte Hardshelljacke darüber. Dazu kommen gefütterte Handschuhe und eine Mütze. Die Wanderschuhe sollten eine griffige Sohle haben und aus wasserdichtem Material bestehen.
