Packliste für die Hochtour » Was solltest du mitnehmen?
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Eine Hochtour gehört zu den anspruchsvollsten Formen des Bergsteigens und erfordert eine sorgfältige Planung – insbesondere, was deine Ausrüstung betrifft. Egal, ob du eine Tages- oder Mehrtagestour planst: Die richtige Packliste entscheidet massgeblich über deine Sicherheit, deinen Komfort und den Erfolg deiner Tour. In diesem Beitrag erfährst du, welche Ausrüstung du wirklich brauchst – sinnvoll sortiert nach Einsatzbereich –, damit du bestens vorbereitet auf deine Hochtour starten kannst.
Technische Ausrüstung: Das Fundament deiner Sicherheit
Dein Equipment fürs Bergsteigen ist die Basis für sicheres Gehen auf Eis und Fels – das Hauptterrain deiner Strecke im Hochgebirge. Es erfordert höchste Aufmerksamkeit und zuverlässige Ausrüstung, damit du dich sicher und souverän bewegen kannst. Steigeisentaugliche Bergschuhe bieten dir den nötigen Halt und Schutz auf eisigen und felsigen Untergründen. Besonders empfehlenswert ist dabei ein High-Cut-Wanderschuh, da er die Knöchel optimal stützt und so für zusätzliche Stabilität sorgt. Gerade auf Hochtouren im alpinen Gelände ist diese Schuhart ideal, um Verletzungen vorzubeugen und sich sicher auf wechselndem Untergrund zu bewegen – hier mehr dazu, wie du die richtigen Bergschuhe findest.
Achte dabei auf einen Flex-Index von B3, da dieser die nötige Steifigkeit für anspruchsvolles Gelände bietet. Solche Modelle findest du unter anderem im Mammut-Sortiment , das eine Auswahl an hochwertigen Hochtourenschuhen bereithält.
Mit den passenden Steigeisen kannst du dich zudem sicher auf hartem Schnee oder Gletschereis bewegen. Erfahre, welches Steigeisenmodell zu dir passt in unserem Beitrag über die Auswahl von Steigeisen .


Trage ausserdem einen Helm , denn dieser schützt deinen Kopf zuverlässig vor herabfallendem Gestein oder Eis und minimiert so das Verletzungsrisiko. Ein Rucksack mit Befestigungsmöglichkeiten für Pickel und Seil erleichtert zudem den Transport deiner gesamten Ausrüstung.
Darüber hinaus solltest du Eispickel, Eisschrauben sowie ein ausgeklügeltes Sicherungssystem aus Karabinern , Bandschlingen und Reepschnüren dabei haben.
Der Eispickel dient nicht nur als Gehhilfe im steilen Gelände, sondern auch zur Selbstrettung bei einem Sturz.
Eisschrauben ermöglichen es dir, verlässliche Sicherungspunkte im Eis zu setzen, um Abstürze zu verhindern oder Kletterpassagen abzusichern.
Karabiner, Bandschlingen und Reepschnüre bilden zusammen das System, mit dem du dich und deine Partner:innen sicher am Seil befestigen, Verankerungen bauen und Rettungssituationen meistern kannst.
Ohne diese Ausrüstungsgegenstände wäre das sichere Fortkommen im technischen Hochgebirge kaum möglich. Prüfe vor jeder Tour, ob alle Teile in einwandfreiem Zustand sind und du ihre Handhabung sicher beherrschst. Wenn du mehr Informationen zu Schlingen und Bändern beim Klettern brauchst, dann schau in unserem ultimativen Expressschlingen-Guide nach, um für den Felsen bestmöglich ausgerüstet zu sein.
Bekleidung und Sonnenschutz: Optimaler Schutz vor Wetter und UV-Strahlung
Das Bergwetter kann sich innerhalb weniger Minuten ändern und wird in seiner Intensität häufig unterschätzt. Umso wichtiger ist es, dass du neben einer guten Tourenplanung auf ein durchdachtes Bekleidungssystem setzt. Bewährt hat sich hier das sogenannte Zwiebelprinzip , bei dem mehrere Schichten übereinander getragen und flexibel kombiniert werden können.
Die erste Schicht bildet funktionale Unterwäsche , die Feuchtigkeit zuverlässig von der Haut wegtransportiert. Sie sorgt dafür, dass du auch bei Anstrengung trocken bleibst und nicht auskühlst. Darüber kommt eine isolierende Midlayer-Schicht, zum Beispiel aus Fleece oder Kunstfaser. Sie hält die Körperwärme und ist zugleich atmungsaktiv. Für besonders kalte Bedingungen empfiehlt sich zusätzlich eine Daunenjacke , die du bei Bedarf beim Gehen tragen oder in den Pausen und abends am Lager schnell überziehen kannst.
Als äussere Schicht schützt dich eine Hardshelljacke vor Wind, Schnee und Regen. Sie sollte wasserdicht, atmungsaktiv und robust sein, um dich auch in rauen Bedingungen zuverlässig zu begleiten. Du erkennst die Mammut Hardshelljacken am “HS” im Produktnamen. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag: Was ist eine Hardshelljacke?
Ergänzend dazu gehört eine robuste Tourenhose in deinen Rucksack , am besten mit Verstärkungen an den Knien und am Gesäss sowie seitlichen Belüftungsöffnungen, die dir mehr Flexibilität bieten. Besonders Softshellhosen eignen sich in kälteren Gebieten hervorragend, da sie dich nicht auskühlen lassen und gleichzeitig für genügend Wärme sorgen. Je nach Wetterlage ist auch eine leichte Überhose, beispielsweise eine Hardshellhose sinnvoll, die schnell übergezogen werden kann und zusätzlichen Schutz vor Nässe bietet.
Auch Sonnenschutz ist im Hochgebirge unverzichtbar: Die UV-Strahlung ist in der Höhe deutlich intensiver als im Tal. Eine Gletscherbrille mit hohem UV-Schutz ist daher Pflicht. Ergänze sie mit einem Sonnenhut und einer Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Lippenschutz sowie ein Schlauchtuch oder Halstuch bieten zusätzlichen Schutz und erhöhen den Komfort während der Tour.
Verpflegung und Flüssigkeit: Energiequellen für deine Leistung
Bei einer Hochtour bist du oft viele Stunden am Stück unterwegs. Dein Körper arbeitet permanent und braucht deshalb ausreichend Energie und Flüssigkeit. Plane mindestens 1,5 Liter Wasser oder Tee ein. Eine Thermosflasche hält dein Getränk warm, eine Trinkflasche ist praktisch für unterwegs. Eine weitere Alternative, die viel Volumen für Wasser bietet, ist eine Trinkblase. Diese solltest du allerdings nur verwenden, solange du bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt unterwegs bist, da ansonsten das Wasser in dem Trinkschlauch gefrieren kann. In unserem Kaufberater für Trinkblasen erfährst du alles zur richtigen Trinkversorgung.
Dazu solltest du kompakten und energiereichen Proviant dabeihaben, der sich auch bei Kälte gut essen lässt, etwa Nüsse, Trockenfrüchte oder Riegel – mehr Tipps dazu findest du in unserem Beitrag: Welches Essen ist ideal für Wanderungen. So bleibst du leistungsfähig und kannst deine Tour sicher meistern.
Sicher unterwegs: Orientierung und Notfallausrüstung
Eine sichere Tour beginnt mit guter Orientierung. Karte und Kompass sind die klassischen Hilfsmittel, ein GPS-Gerät kann zusätzlich für eine präzise Positionsbestimmung sorgen. Dein Mobiltelefon sollte stets voll geladen sein und eine Signalpfeife ist eine einfache, aber wirkungsvolle Ergänzung, um im Notfall auf dich aufmerksam zu machen. Einige Rucksäcke haben eine solche Pfeife bereits am Schultergurt integriert.
Ebenso wichtig ist deine Notfallausrüstung: Eine gut bestückte Erste-Hilfe-Apotheke mit Rettungsdecke und Blasenpflastern gehört unbedingt ins Gepäck. Ein Biwaksack kann dich im Falle einer ungeplanten Nacht im Freien vor Kälte und Wind schützen. Ergänze deine Ausrüstung mit einem Taschenmesser, persönlichen Medikamenten, einem Reparatur-Set (mit Tape, Reissverschluss etc.), etwas Bargeld und wichtigen Dokumenten wie Ausweisen.
Übernachtung und Hygiene: Komfortabel und sauber unterwegs
Wenn deine Tour eine Übernachtung auf einer Hütte vorsieht, gehören ein Schlafsack , bequeme Hüttenschuhe, Wechselkleidung und ein Waschbeutel mit den wichtigsten Hygieneartikeln in deinen Rucksack. Ohrstöpsel sorgen für eine ungestörte Nachtruhe, auch wenn es in der Hütte mal lauter wird.
Planst du hingegen eine Biwaknacht oder musst im Notfall im Freien übernachten, sind ein warmer Schlafsack, eine Isomatte, ein Kocher und ausreichend Trekkingnahrung unverzichtbar. Eine Schaufel hilft dir dabei, im Schnee einen sicheren und windgeschützten Platz vorzubereiten.
Gut vorbereitet für deine Hochtour
Sorgfältige Planung sowie passende Ausrüstung sind entscheidend, um deine Hochtour sicher, angenehm und erfolgreich zu gestalten. Mit der richtigen Kombination aus technischer Ausrüstung, wetterangepasster Bekleidung, ausreichend Verpflegung sowie verlässlichen Navigationssystemen und Erste-Hilfe-Material bist du bestens für die Herausforderungen im Hochgebirge gewappnet.
Und schliesslich gibt es noch Ausrüstungsgegenstände, die zwar nicht zwingend erforderlich sind, deine Tour aber bereichern können, etwa eine Kamera für unvergessliche Aufnahmen, ein Fernglas für atemberaubende Ausblicke oder eine Sitzunterlage für gemütliche Pausen. Mit dieser umfassenden Ausrüstung bist du nicht nur sicher, sondern auch flexibel und komfortabel unterwegs – bereit, dein nächstes Abenteuer im Hochgebirge in vollen Zügen zu geniessen. Entdecke ausserdem unsere Checkliste für deine Wanderausrüstung bei Regen , im Falle, dass dein Ausflug ins Wasser fällt. In unserem Ratgeber für Wie schwer ein Wanderrucksack sein sollte , erfährst du noch mehr Tipps zum effizienten Packen für deine Tour. Weitere Beiträge für dein Outdoor-Abenteuer findest du bei den Mammut Stories .











































































